Das Wort Motorsport wird heutzutage nahezu ausschließlich und automatisch mit der Rennsportserie Formel 1 assoziiert. Motorsport ist aber auch Motorradsport. Im Motorsport selbst gibt es verschiedenartige Serien wie beispielsweise die Formula 1 und 2, oder die Deutsche Tourenwagenserie. Es gibt den Rallyesport, und auch der Truckersport hat seine Fans. Im Motorradsport gibt es eigene Klassifizierungen, die sich in der Regel an der Motorenstärke orientieren.
Motorsport ist bei den Zuschauern beliebt. Sei es vor Ort an der Rennstrecke, oder zu Hause vor dem Fernsehgerät. Der Motorsport benötigt zur Finanzierung seines Aufwandes vielfältige Einnahmen. Ein Großteil davon sind Werbeeinnahmen. Sie werden „von der Industrie“ bezahlt und sind heutzutage ein ganz eigener, oft kaum durchschaubarer Wirtschaftszweig. Große, oft international agierende Firmen haben so genannte Werbeetats. Das sind Positionen im Firmenbudget, die zur Firmen- oder zur Produktwerbung verwendet werden. Denn jedes, oft neue Produkt muss beworben, bekannt gemacht werden, damit es der Kunde kennen lernt und anschließend kauft.
Werbung im Motorsport wird auch deswegen bevorzugt gekauft, weil über diesen Werbeträger, beispielsweise die Rennsportserie F1 und deren Rennfahrer, weltweit ein Millionenpublikum erreicht wird. Entsprechend kostspielig ist die Werbung im Motorsport.
Es gibt im Wesentlichen drei Werbemöglichkeiten im Motorsport: Rennstrecke, Rennwagen und Rennfahrer.
Für die Platzierung von Werbung an der Rennstrecke ist ausschlaggebend, wo mit welchem Schwenkbereich wie viel TV-Kameras platziert sind. Über der Rennstrecke sind in regelmäßigen Abständen Spannbänder aufgehängt, sie werden oft auch Werbebanner genannt. An der Rennstrecke links und rechts können ergänzend Werbereiter platziert werden. Die Rechte an diesen Werbemöglichkeiten liegen in der Regel bei dem Betreiber der Rennstrecke sowie partiell auch beim Veranstalter des jeweiligen Rennens. Im Vorfeld von jedem einzelnen Rennen wird ausgehandelt, wer wo welche Werberechte und Werbemöglichkeiten erhält, ob es sich dabei um konkurrierende Werbung handelt, ob es Ausschlüsse oder Exklusivrechte gibt, und vieles mehr.
Die Werberechte am Rennwagen liegen nahezu ausschließlich beim Rennstall, also bei dem Unternehmen, von dem das Rennmaterial zur Verfügung gestellt wird. Mit dieser Werbung refinanziert der Rennstall seine eigenen Kosten für Rennwagen, Material, Personal, Organisation und das gesamte Management, um an der Rennserie teilnehmen zu können.
Der Rennfahrer ist in der Regel sein eigener Werbeträger. Er „hält die Rechte zur Werbung am Mann“, die er entweder selbst oder über eine von ihm beauftragte Marketingagentur verkauft, sprich vermarktet. Hier sind immer wieder neuen Ideen kaum Grenzen gesetzt. Je erfolgreicher der Rennfahrer, umso interessanter wird er für die werbende Industrie als Werbeobjekt, als Werbeträger. Werbung am Mann kann zum Beispiel von der Kleidung über Helm und Handschuhe bis hin zur Brille gehen.
Die Rennsportserie Formel1 als Ganzes hat sich in den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren zu einem weltweiten Werbeträger entwickelt. Und allen Unkenrufen zum Trotz hat sich daran auch trotz weggefallender Tabakwerbung nichts geändert!